Fahren Gestern & Heute


Nach einigen Jahren mit den Opel 1397 als Alltagsauto kann ich nun ein kleine Resümee ziehen. Da ich es wöchentlich mehrmals nutze und nicht wie der klassische Oldi -Fahrer es nur an "schönen Wochenenden" für kleine  Ausfahrten bewegt. Auch im Winter mache ich kleiner Ausfahrten. 


Mann bedenke den zustand der Straßen in den 30er Jahren, die Autobahn mit ihren Platten war da schon recht modern und gut zu befahren.

Fahrten heute sind diese Fahrzeug ist sicher  bequemer früher, doch viele kleinen Sachen die zu beachten sind unabdingbar. Ständig alles abschmieren und nach Füllstände schauen. Die Ventile müssen ca. alle 5000km eingestellt werden. Die Wasserpumpe muss ständig nachgezogen werden, dort war wohl früher die Füllung der Stopfbüchse mit Zinn...die man gegossen hat, manche nehmen Hanftalgschnur zu Abdichten wie ich, und das ist Dicht. Radlager müsse gefettet und Bremsen nachgestellt werden sobalt das Gefühl im Bremspedal anderst und der Weg zum Bremsen länger ist.

Die Lichtmaschine benötigt Pflege und ab und an ein paar tropfen Öl, die ich in den Tropföler mit einer Spritze einfüllen und es bleibt alles sauber. Nur kurze Fahrten sind schlecht für die Batterierlade-Erhaltung, da diese mit 6V überfordert ist.

Also einfacher war das damals sicher nicht als heute. Die Umstände am Strassenrand liegen zu bleiben war höher und gefährlicher, da ja auch Pfededroschken unterwegs waren. Das diese nicht gleich reagieren ist klar.

Stellte man das Auto für ein paar Tage ab war die Kammer des  Carter Vergaser ohne Sprit, das hieß entweder Orgeln bis die Batterie alle war oder über die Handkurbel drehen bis genügend drin war und dieser Opel Wagen gezündet hat.


Ein außerordentliche hohes Maß an Fahrkomfort und darüber hinaus eine ganz einwandfrei Bodenhaftigkeit ist gegeben. Unangenehm ist bei der schmalen Spur die beträchtliche Seitenneigung des Karosserieaufbaues, dem eingebauten Stabilisator offensichtlich nicht hinreichend Paroli geboten werden kann. Es kommt immer ein Gefühl der Unsicherheit bei "schnelleren" Kurvenfahrt auf. 

Die Vorderachse bringt hingegen Vorteile anderer Art. Die flache Bauweise ermöglichte es den Motor darüber Anzuordern.

Die Lenkung wird von der Radbewegung nicht beeinflusst und arbeitet daher äußerst erschütterungsfrei. Die Übertragung der Lenkkräfte die über ein Schneckrad wirkt, geschieht mittels Lenkhebel und einer großen Spurstange.

Fahren im Winter:

Da der Motor im Winter nicht auf die 90°C kommt gab es damals Frostschutzhauben für die Kühlerhaube/Maske. Diese gab es im PKW bereich und auch  für LKW's .

Z.B. für Adler, Opel, Mercedes, Büssing, Magirus usw.

Diese wurden von kleinen Firmen produziert und als zubehör extra Verkauft.

Es gab z.B. Excelsior sowie Carl Gottlob Wolff in Treuen in Sachsen.

Dort gab es auch ein "reichhaltiges" Zubehör wie Pedalgummi's und Matten für den Fußraum und Kofferaum, Tank, Kotflügel usw. 


Ein weiteres Manko ist die Ersatzteil-Versorgung, Opel bekommt das nicht auf die Reihe wie es bei z.B. bei Mercedes ist und es fast alles als Nachbau oder Repro gibt. Aufwendige suche auf Teilemärkten und im Internet sind die folge. Die Hilfestellung des Typenrefernt ist auch nicht gerade so positiv wenn es sich nicht um ein Opel Super 6 handelt habe ich das Gefühl. 

Sehr Kompetent ist er ja und man möchte Ihnen nicht missen, aber Ersatzteile sind dort auch Mangelware was den Opel 1,3 Liter anbelangt. Die Oldtimer "Jugend" hat es somit schwer und schwenkt lieber auf langweilige Wagen der 80er und 90er Wagen um. Das ist auch nur sehr gut zu verstehen, was der Vater gefahren ist wird somit gefälliger.

Macht aber nicht soviel Spaß!



Bald geht es weiter..