Kennzeichen-D


Am 4.Juli 1997 segnete der Bundesrat das sogenante H-Kennzeichen ab.Damit wurden Oldtimer erstmals gesetzlich definiert.Darin begründet:"Auf Antrag wird für ein Fahrzeug,das vor 30 jahren erstmals in den Verkehr gekommen ist und vorhnehmlich zur Pflege des Kulturgutes eingesetzt wird,ein Oldtimer Kennzeichen zugeteilt"

Es gibt das sog.:

Das H-Kennzeichen

Das ROTE - Kennzeichen

Das SAISON - Kennzeichen

Das WECHSEL - Kennzeichen

und Neuzulassung

 


H- Kennzeichen

 

Eine normale Zulassung jedoch nur für Oldtimer.

 

Mann Braucht:

Kosten Steuer 191€ im Jahr.

Oldtimer Gutachten 120-140€

Zulassungsgebühr 35,80€

Oldtimer Gutachten gemäß §23 STVZO

Deckungszusage der Versicherung

 

 

 

...ist der Halter nicht gezwungen, Umbauten vorzunehmen, um die großen deutschen Nummernschilder anbringen zu können. „Veränderungen am Fahrzeug sind dem äußeren historischen Erscheinungsbild weniger zuträglich“ und daher eher unerwünscht, hat das Verkehrsministerium seinerzeit festgestellt. Die Behörde muss sich bemühen, ein passendes Kennzeichen zuzuteilen.

Womit wir bei den Voraussetzungen wären, die ein H-Kennzeichen-Kandidat zu erfüllen hat, zuvorderst das Alter: Das Fahrzeug muss  mindestens vor 30 Jahren erstmals zum Verkehr zugelassen worden sein. Ist das Erstzulassungsdatum nicht dabei bekannt, ...weil keine oder ausländische Papiere existieren, aus denen es nicht hervorgeht, wird anhand des Baujahrs (das aber über die Fahrgestellnummer ermittelt werden kann) die Erstzulassung geschätzt. Weitere Grundvoraussetzung ist ein guter Zustand (mindestens Note drei) und weitgehende Originalität.

Erlaubt sind Veränderungen, die die Verkehrssicherheit (Umrüstung von sechs auf zwölf Volt oder von Seilzug- auf Hydraulikbremsen) oder das Abgasverhalten verbessern (Kat-Nachrüstung). H-Kennzeichen-fähig sind ferner Umbauten, die bereits vor mindestens 20 Jahren vorgenommen wurden, etwa eine in den Nachkriegsjahren zum Pick-Up umgebaute Limousine. Auch in der Farbwahl hat der Eigentümer freie Hand, originalgetreue Lackierungen werden nicht verlangt.

Doch damit ist der Handlungsspielraum weitgehend ausgeschöpft. Denn wer eine H-Nummer beantragen will, muss bei der Zulassungsstelle ein Gutachten gemäß Paragraph 21c StVZO vorlegen, das in den alten Bundesländern ausschließlich der TÜV, in den neuen nur die Dekra erstellen darf. Dabei fühlen die Prüfer dem Fahrzeug in Sachen Originalität auf den Zahn.

Der „Anforderungskatalog für die Begutachtung von Oldtimern“ kann bei den Prüfstellen eingesehen oder beim Deuvet bezogen werden und ist so umfangreich, dass er den hiesigen Rahmen sprengen würde. Neben den bereits erwähnten, zulässigen Umbauten gilt: Veränderungen müssen zeitgenössisch und zeittypisch sein und dürfen nur mit originalen Teilen vorgenommen werden. Ansonsten haben nur originale oder originalgetreu restaurierte Fahrzeuge eine Chance auf positive Begutachtung. Technische Umbauten sind zulässig, wenn Teile der gleichen Baureihe verwendet werden. Wer sich im Rahmen einer Restaurierung unsicher ist über seinen Spielraum, sollte vorher mit seiner Prüfstelle oder dem Deuvet Kontakt aufnehmen.

Zeitgleich mit der 21c-Prüfung wird auch immer eine normale Hauptuntersuchung durchgeführt, und zwar unabhängig davon, ob das Fahrzeug womöglich erst kurz zuvor eine HU erfolgreich absolviert hat. Die Kosten für beides zusammen belaufen sich auf knapp ca. 80 Euro.


Das Rote Kennzeichen (1994) oder 07er Nummer..

 

07er Oldtimer müßen Kriterien des H-kennzeichen erfüllen.

Kosten Steuer 191€ im Jahr.

Einschränkungen :

Nur für Probe-Prüfungsfahrten,Oldtimer Treffen und Ralleys,Keine gewerbliche Nutzung-keine Einkaufsfahrten,Dürfen nicht im Öffentlichen Raum abgestellt werden.Aber freie Fahrt in Umweltzonen..


Das Wechsel-Kennzeichen:

an der Bürokratie gescheitert...

Doppelte Kosten-Steuer -Versicherung beim Anmelden und Kennzeichen..Leute was geht?????

 

Damit dürfen zwei Fahrzeuge der gleichen EU-Fahrzeugklasse wechselweise mit nur einem Nummernschild gefahren werden. Mit dem Wechselkennzeichen können zum Beispiel zwei Pkw, zwei Oldtimer oder zwei Motorräder betrieben werden – auch die Kombination Pkw/Wohnmobil ist möglich. Das Wechselkennzeichen wird dann für beide Fahrzeuge zugeteilt, darf aber immer nur an einem der beiden geführt werden. Bisher gab es für solche Fälle nur die Möglichkeit, beide Autos separat für das ganze Jahr anzumelden oder eines der Fahrzeuge für einen begrenzten Zeitraum mit einem Saisonkennzeichen anzumelden.


Das Saison-Kennzeichen sind leicht an der Angabe des ersten und den letzten Monat des Gültigkeitszeitraums zu erkennen. Die übereinander stehenden Zahlen sind durch einen waagerechten Strich getrennt. Der zwischen zwei bis elf Monate lange Zulassungszeitraum ist frei wählbar, jedoch markieren Anfang und Ende des Zeitraums stets volle Kalendermonate. Steht also auf dem Kennzeichen überm Trennstrich 03 und darunter 10, ist das Fahrzeug automatisch vom 1. März bis zum 31. Oktober zugelassen. Will man den Saisonzeitraum ändern, muss sich der Halter ein neues Kennzeichen samt Versicherungsbestätigung besorgt haben.Nach Ablauf darf das Fahrzeug nur auf einer privaten Stellflächen stehen.Eine besondere Regelung besteht auch für die Fälligkeit der Haupt- und Abgasuntersuchung: Sofern die Termine während des Ruhezeitraums ablaufen, können die Untersuchungen im ersten Monat des Betriebszeitraums nachgeholt werden.Eine besondere Regelung besteht für die Fälligkeit der Haupt- und Abgasuntersuchungen: Sofern die Termine während des Ruhezeitraums ablaufen, können die Untersuchungen im ersten Monat des Betriebszeitraums nachgeholt werden.


Folgende Unterlagen sind vorzulegen bei einer Neuzulassung:

  • bei Privatpersonen:
    Personalausweis oder Reisepass
  • bei juristischen Personen oder selbstständig Gewerbetreibenden:
    • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszu 
  • die Referenznummer/eVB Nummer Ihres Versicherers
  • eine schriftliche Erklärung zum Lastschrifteinzug der Kfz-Steuer (s. Formulare)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II oder den Nachweis der nationalen Typgenehmigung durch eine Datenbestätigung des Herstellers
  • Das Fahrzeug ist vor der Ausstellung einer Zulassungsbescheinigung Teil II der Zulassungsbehörde zur Feststellung der Fahrzeug-Identifizierungsnummer vorzuführen, sofern der Hersteller keine Zulassungsbescheinigung II ausgefertigt hat. Ersatzweise genügt der Nachweis einer Prüforganisation über die Feststellung der Fahrzeug-Identifizierungsnummer.
  • EG-Übereinstimmungsbescheinigung
  • Beauftragte benötigen eine Vollmacht für die Zulassung und den Lastschrifteinzug der Kfz-Steuer, den eigenen Ausweis sowie den Ausweis des Vollmachtgebe

Die Gebühren bewegen sich in einem Rahmen zwischen 26,30 EUR bis 54,40 EUR je nach Vorgang (Gebührentarif der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr).

Bitte beachten Sie, dass in den genannten Gebühren die Kosten für die Kennzeichenschilder nicht enthalten sind.


Sie haben die Möglichkeit sich ein Wunschkennzeichen reservieren zu lassen.

  • Wunschkennzeichen und Kennzeichenreservierung

Fahrzeugzulassungen werden oft verweigert, wenn aus früheren Zulassungsvorgängen noch offene Gebührenschulden bestehen. Erst nachdem die ausstehenden Gebühren einschließlich der Säumniszuschläge beglichen wurden, darf die Zulassung eines Fahrzeuges nun vorgenommen werden. Diese Regelung gilt für geschuldete Beträge in Höhe von mehr als 10 Euro.

Beauftragt der Halter eine dritte Person mit der Zulassung des Fahrzeuges, muss er schriftlich sein Einverständnis erklären, dass die Zulassungsbehörde dem Bevollmächtigten Auskunft über die Höhe der ausstehenden Gebühren erteilen darf.


Nach der Verordnung der Landesregierung über die Mitwirkung der Zulassungsbehörden bei der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer, dürfen die Zulassungsbehörden ein Fahrzeug erst dann wieder zulassen, wenn der Fahrzeughalter bei den Finanzämtern des Landes keine Kraftfahrzeugsteuerrückstände hat und keine Nebenleistungen zur Kraftfahrzeugsteuer entsprechend der Abgabenordnung schuldet.



NEU 2012




Die „Strafgebühr“ bei verspäteter Hauptuntersuchung ist nun Fakt

Überraschend schnell trat ab 01.06. die 47. ÄnderungsVO zur StVZO in Kraft, wie Ursula Busch, Fachbereich Öffentliches Recht der Initiative Kulturgut Mobilität findet.

Erst Mitte des Monats Mai wurde die Verordnung verkündet und muss bereits jetzt von den Behörden umgesetzt werden.

In der 47. AusnahmeVO sind vor allem die drei Themen geregelt, die auch Oldtimerfahrer betreffen.

• Soweit das Fristende der letzten Hauptuntersuchung mehr als 2 Monate zurückliegt, fällt nun eine „Strafgebühr“ von 20 % zusätzlich zum normalen Satz an. Die Rückdatierung der Plaketten entfällt im Gegenzug bundesweit ganz.

• Die Möglichkeit einer gewerblichen Nutzung von Fahrzeugen mit H-Kennzeichen wurde nun explizit ermöglicht und festgeschrieben.

• Eine Kombination von Saisonkennzeichen mit land- und forstwirtschaftlichem Kennzeichen ist nun möglich.

Das schnelle Inkrafttreten ist mit Sicherheit nicht zuletzt auch auf die vermehrte Praxis der Bundesländer zurückzuführen, bereits im Vorfeld die Rückdatierung der HU-Plaketten auszusetzen. Damit entstand für den Oldtimerfahrer eine an sich sehr positive Übergangsfrist, die aber so von der alten Rechtslage nicht mehr gedeckt war.

Zusätzlich zu den oben benannten Punkten wurde bei der Neuregelung von der bisherigen Absicht im Rahmen einer HU auch eine Probefahrt durch einen Prüfer vornehmen zu lassen, für ältere Fahrzeuge und Oldtimer wieder Abstand genommen.

 



Die neue EU-Pläne sehen vor, die Prüfintervalle für ältere Autos europaweit zu verkürzen. Der ADAC kritisiert   dieses Vorhaben aufs Schärfste. 

 

Gerade erst hat der Gesetzgeber einen „erweiterten Prüfumfang" für Fahrzeuge beschlossen, die zu spät zur Hauptuntersuchung gebracht werden. Dieser ist natürlich auch mit mehr Kosten verbunden. Der ADAC lehnt das aber sehr vehement ab. Jetzt will die EU-Kommission noch eins draufsetzen und die deutschen Autofahrer noch mehr zur Kasse bitten. Nach den Brüsseler Entwürfen sollen neue Fahrzeuge nach vier Jahren, dann nach zwei, und schließlich jährlich überprüft werden. Auch ab einem Kilometerstand von ca. 160.000 soll die Hauptuntersuchung jährlich zur Pflicht werden.

 

Nach Ansicht des ADAC handelt es sich bei diesen Plänen um reine Abzocke der deutschen Autofahrer. Denn kürzere Prüfintervalle führen nicht – wie oft auch behauptet – zu mehr Verkehrssicherheit: Die Unfälle aufgrund technischer Mängel treten sowohl bei neuen als auch bei älteren Fahrzeugen statistisch nicht signifikant auf. Sie machen nur rund 0,6 Prozent der schweren Unfälle aller Fahrzeugbaujahre aus. 

 

Die EU-Kommission verzichtet bei ihrem Entwurf sehr bewusst darauf, den Prüfumfang europaweit zu vereinheitlichen: Dieser ist in Deutschland nämlich jetzt schon auf einem sehr hohem Niveau. Also auch hier kein Plus an Verkehrssicherheit. Einzige Profiteure sind also die diversen Prüforganisationen, denen durch die verkürzten Intervalle ein sattes Zusatzgeschäft sicher ist. Nach Ansicht des ADAC reichen die derzeit bestehenden regelmäßigen Prüfintervalle und die gesetzlichen Vorschriften in Deutschland aus: Danach ist sowohl der Fahrer als auch der Halter für den technisch ordnungsgemäßen Zustand eines  Fahrzeugs eigenverantwortlich.