Ethylalkohol als Kraftstoff

Opel Olympia Vorkrieg Benzinpumpe, E10 ,1.3ltr
Benzinpumpe 1.3ltr Opel Olympia

Der Kraftstoff E10 ist schon mal da gewesen!

Der erste Motor von Otto wurde mit Ethanol betrieben.

Nikolaus August Otto verwendete bereits in den 1860er Jahren „Spiritus“ aus Kartoffel-Getreide -Zuckerüben also Agrar-Alkohol, heute als Bio-Ethanol bezeichnet als klopffesten Kraftstoff (Oktanzahl min. 104 ROZ) in den Prototypen seines Verbrennungsmotors. Während des Ersten Weltkriegs wurde dieser Kraftstoff als Motoren-Spiritus für hohe Leistungsanforderungen wie Jagdflugzeuge auf Feindflug verwendet.

Henry Ford konzipierte später sein von 1908 bis 1927 gebautes Ford Modell T ursprünglich auf der Grundlage, dass Ethanol der Treibstoff der Zukunft sei, der zugleich der Landwirtschaft neue Wachstumsimpulse bringen würde.

Erst als das deutlich billigere Benzin ab ca. 1904 massenhaft in Deutschland angeboten wurde,schwenkten die Motorbauer auf das importierte Erdölprodukt um.

Um die Weimarer Republik unabhäniger von Ölimporten zu machen,verfügte der deutsche Reichstag schon 1930 die Bezugsverordnung von Spiritus zu Treibstoffzwecken.

Danach war jeder Mineralölkonzern verplichtet 2,5% aus heimischen Alkohol zu beziehen.

Das Ethanol stammt von der 1925 gegründeten Reichskraftsprit(RKS),einem zusammenschluss der Spiritusfabrikanten und der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein.

Wegen seiner hohen Klopffestikeit (104ROZ) galt Ethanol stehts als besonderes hochwertiger Krafstoff.Bis in die Mitte der 30er jahre wurde es als Zusatz zum Benzin verwendet,wenn es um hochverdichtete Motoren ging.Der ungefähre Treibstoffverbrauch Ende der 1920er Jahre lag in Deutschland bei 800.000 bis 900.000 Tonnen. Von diesen wurden etwa 500.000 bis 600.000 Tonnen, hauptsächlich Benzin oder Erdöl zur Benzinherstellung in einheimischen Raffinerien, aus den unterschiedlichsten Ländern über die meist ausländischen Muttergesellschaften importiert.

1935 erwarb die I.G. Farben von der U.S. Standart OIL die Lizenz zur Herstellung von Bleitetraäthyl,das dann als billigste Art Benzin klopffest zu machen,den Alkohol verdrängte.

(Womit sich die Frage doch eigentlich erübrigt ob Veteranen vor 1936 mit E10 betrieben werden können.

Bessere Leistung bedeutete eine schnellere und mobilere Streitmacht - genau das, was das Reich  letztlich zu einer zügigen und mobilen Blitzkrieg brauchte. Bereits 1934 war jedoch Amerikas War Department besorgt über die Übertragung der  U.S. Standart Oil für solch proprietären chemischen Prozesse.

E10 Heute

E 10-Kraftstoff zeigt keine negative Auswirkung !

Ein Langzeitversuch mit 20 Fahrzeugen von 1939 bis 2008 haben bei insgesamt 942.999 gefahrenen Kilometern keine mess- und negativen Auswirkungen gezeigt.Alle gefahrenen Km wurden dokumentiert ,die Inspektion wurde bisher 4 Mal durchgeführt.Stand von 2013 im Juni.